Am 1. Juli 2026 stand in unserem Webinar „E-Rechnung 2026 zukunftsträchtig umsetzen“ ein Thema im Mittelpunkt, das Unternehmen aktuell beschäftigt: Wie gelingt der Umstieg auf die E-Rechnung rechtssicher, effizient und zukunftsfähig?
Viele Unternehmen stehen derzeit vor denselben Fragen:
- Betrifft mich ViDA bereits – und wenn ja, ab wann?
- Welche gesetzlichen Anforderungen gelten in den einzelnen Ländern?
- Wie lassen sich bestehende Rechnungsprozesse auf E-Rechnung umstellen, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen?
- Welche Rolle spielen Formate und Übertragungswege wie Peppol, XML oder EDI?
Klaus Schaffer zeigte im Webinar, welche Schritte Unternehmen jetzt setzen sollten, um nationale und internationale Anforderungen sicher zu erfüllen und ihre E-Rechnungsprozesse langfristig skalierbar aufzubauen.
Status quo – was tut sich gerade in Europa?
Belgien, Polen und Kroatien sind 2026 gestartet – erste Learnings liegen bereits vor. Spanien bringt mit Veri*Factu 2027 die eigene Lösung, die B2B-Vorgaben werden gerade finalisiert. Frankreich steht kurz vor dem Start, Deutschland und die Slowakei folgen 2027. Die E-Rechnung ist damit kein Zukunftsthema mehr, sondern in weiten Teilen Europas bereits Realität oder unmittelbar bevorstehend.
Die wichtigsten Erkenntnisse
E-Rechnung ist mehr als eine gesetzliche Pflicht
Mit der Initiative VAT in the Digital Age (ViDA) treibt die EU die Digitalisierung des Mehrwertsteuerwesens voran. Die E-Rechnung wird in den kommenden Jahren europaweit zum Standard, allerdings mit unterschiedlichen nationalen Umsetzungen. Für Unternehmen bedeutet das: Wer international tätig ist, muss verschiedene gesetzliche Vorgaben, Formate und Übertragungswege berücksichtigen.
Prozesse statt Einzelmaßnahmen
Eine erfolgreiche Einführung beginnt nicht erst beim Rechnungsformat. Entscheidend sind saubere Stammdaten, abgestimmte Prozesse und die Zusammenarbeit zwischen Finanzwesen, IT und Fachbereichen. Nur wenn alle Beteiligten eingebunden sind, entstehen stabile und zukunftssichere Abläufe.
Formate und Übertragungswege richtig einordnen
Peppol, XRechnung, ZUGFeRD, EDIFACT oder XML-basierte Formate – im Webinar wurde gezeigt, warum interoperable Lösungen für international tätige Unternehmen entscheidend sind.
Die E-Rechnung als Einstieg in die Digitalisierung
Die elektronische Rechnung ist nur ein Baustein der digitalen Prozesskette. Wer den gesamten Procure-to-Pay- oder Order-to-Cash-Prozess betrachtet, schafft zusätzliche Effizienzpotenziale.
Was Unternehmen außerdem beachten sollten
- Grenzüberschreitende Rechnungen unterliegen stets dem jeweiligen nationalen Recht. Dabei können Betriebsstätten im Ausland zusätzliche Anforderungen mit sich bringen.
- Geschäftspartner erwarten zunehmend einheitliche digitale Prozesse, auch über Ländergrenzen hinweg.
- Bei hybriden Formaten wie ZUGFeRD ist der strukturierte Datensatz rechtlich maßgeblich – nicht die PDF-Darstellung.
- Bewährte Standards wie EDIFACT behalten weiterhin ihre Berechtigung. Voraussetzung ist jedoch, dass sämtliche Pflichtangaben gemäß der europäischen Norm EN 16931 enthalten sind.
EDI Service & E-Invoicing Partners
Als EDI-Dienstleister begleiten wir Unternehmen bei der internationalen Umsetzung der E-Rechnungsanforderungen. Unsere Unterstützung umfasst unter anderem:
- Analyse der länderspezifischen Anforderungen
- Integration von XRechnung, ZUGFeRD und weiteren Formaten
- Konvertierung zwischen bestehenden EDI-Formaten und nationalen E-Invoicing-Standards
- Anbindung an Plattformmodelle (z. B. in Frankreich oder Italien)
- Validierung und Monitoring der Rechnungsprozesse
- Sicherstellung eines stabilen, revisionssicheren Betriebs
Hier finden Sie weitere Informationen: Europäische Kommission eRechnungsstellungs-Länder-Faktenblätter
Wir stehen Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung:
